Stalingrad - Bilder einer erbitterten Schlacht

Stalingrad - Bilder einer erbitterten Schlacht

Der Kampf um Stalingrad in einer Dokumentation von Bildern, Fotos, Karten, Filmen, Plänen, Berichten und Beschreibungen.

 

 

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Vorwort zu Stalingrad

 

Stalingrad - Zweifellos ist diese Stadt an der Wolga Inbegriff für Trauer, Leid und Mitgefühl des letzten Krieges. Die Vernichtung einer gesamten deutschen Armee mit 22 Divisionen hatte die Sowjets erkennen lassen, dass man weitaus überlegene Verbände der unbesiegbar scheinenden Wehrmacht vernichten kann. Der Sieg über die Angreifer von Stalingrad hatte zur Folge, dass die Kommandierenden der Roten Armee von nun an militärisch effektivere Taktiken vorhielten, als die bis dahin mit hohen Verlusten einhergehenden Methoden. Der keilförmige Vorstoß bis tief hinter die feindlichen Linien und nachfolgender Einkesselung waren ein probates Mittel deutscher Militärstrategen. Sie führten schon im Frankreichfeldzug zum Erfolg. In Stalingrad gelang es den Russen mit genau dieser Taktik die 6. Armee, den stärksten und am besten ausgerüsteten Verband der Wehrmacht zu vernichten.

Es hat in Stalingrad weder durch das Führerhauptquartier noch durch den Oberbefehlshaber der 6. Armee eine förmliche Kapitulation gegeben und zu keiner Zeit hat sich der Südkessel (Generalfeldmarschall Friedrich Paulus, 31. Januar 1943) oder auch der Nordkessel (Generalleutnant Karl Strecker, 2. Februar 1943) für eine Teilkapitulation entschieden.

So ist es unrichtig, das Einstellen der Kampfhandlungen in Stalingrad einer Kapitulation der 6. Armee zuzusprechen. Die Gründe dafür liegen natürlich woanders, sind historisch belegt und werden hier klar dargestellt. In der deutschen Literatur, verschiedenen Internetpräsentationen und einigen fragwürdigen TV-Dokumentationen wird eventuell aus Unkenntnis, mangelhafter Recherche und anderen Gründen der Begriff "Kapitulation" mit Stalingrad regelrecht assoziiert.

Adolf Hitler untersagte mit Führerweisung vom 22. Januar 1943 jegliche Kapitulation. Sein Befehl bis zur letzten Patrone zu kämpfen, um für Deutschland einen historischen Beitrag zur größten Kriegsanstrengung in der deutschen Geschichte zu leisten, war der Dolchstoß ins Herz des besten Verbandes, den die Wehrmacht jemals besaß. Die ausgeblutete Armee hatte sich praktisch verschossen und war somit leichte Beute für die übermächtig heranrückenden Russen. Mit Sicherheit ist davon auszugehen, dass die 6. Armee die Schlacht um Stalingrad geschlagen hätte (auch unter Berücksichtigung permanenter Heranführung russischer Kräfte und alliierter Hilfslieferungen sowie dem Ausbleiben eines deutschen Truppenaustauschs), wenn von Beginn an eine ausreichende Versorgung der Armee mit Nahrungsmitteln, Munition und Kriegsgerät  gewährleistet gewesen wäre.

Diese ergreifende und einmalige Großdokumentation berichtet über die 6. Armee - den damals schlagkräftigsten Verband der Wehrmacht. Anhand hunderter Fotoaufnahmen (darunter noch nie veröffentlichten Privatfotos), Berichten, Skizzen, Karten, Zeichnungen, Ton- und Filmmaterial werden der Vormarsch auf die Wolgametropole, der zehrende Kampf, das tragische Ende und das elende Sterben im Kessel sowie anschließend in russischer Kriegsgefangenschaft unzensiert dargestellt. Kein Teil des Materials ist retuschiert und daher an einigen Stellen für sensible Betrachter nicht geeignet. Bitte bedenken Sie diesen Umstand vor Ihrem Besuch dieser Seiten.

Die Darstellungen und Beschreibungen in dieser Dokumentation erfolgen aus rein deutscher Sicht. Dies hat mehrerlei Gründe: Der Ausgang des letzten Krieges und die Zerschlagung der Wehrmacht durch den Sieg über Deutschland 1945 ist hinlänglich bekannt, mannigfaltig dokumentiert und interpretiert. Unzählige Fernsehdokumentationen und Publikationen, insbesondere Werke deutscher Herkunft verwischen mehr und mehr die Authentizität zugunsten politischer Korrektheit. Genau sie ist Nährboden für Gerüchte und Halbwahrheiten. Nur eine neutrale, unzensierte Bewertung der Dinge, welche damals geschahen, können historisch bilden und schließlich verwertbar sein. Und nur so ist Zeitgeist beschreibbar und erklärbar, und nur so ist es allenfalls annähernd möglich zu erfahren, wie der deutsche Soldat als Ehemann, Vater, Bruder oder Sohn das erlebt hat, wozu er befohlen wurde.

Siehe auch hier, was wichtige Persönlichkeiten über die Wehrmacht und ihre Soldaten geäußert haben. Zur plastischen Anschauung und Lehre finden Sie hier weiteres Originalmaterial.

Unsere Väter und Mütter, Großväter und Großmütter mussten durch eine schicksalsschwere Zeit gehen, die sie sich nicht aussuchen konnten. Fragen nach jahrzehntelangem Abstand der Ereignisse, wie: "Warum seid Ihr denn... und warum habt Ihr denn nicht..." sind unangebracht, unqualifiziert und taugen höchstens für eine wissenschaftliche Aufarbeitung. Keiner der Fragesteller wäre damals wie heute zu etwas anderem in der Lage. Es sei denn, er ist gewillt seine Freiheit oder gar sein Leben aufs Spiel zu setzen.

Die Betrachtungsweise und Beurteilung der Dinge müssen, auch in Zeiten kollektiver Selbstjustiz, immer aus ihrer Zeit heraus erfolgen und im Zusammenhang dargestellt werden. Dieser Kriegsgeneration, der ausschließlich wir Deutschen selbst heute eine so große Verachtung entgegenbringen, der verdanken wir den Wiederaufbau unseres Landes und dass wir bis heute in Frieden leben dürfen.

In diesem Zusammenhang muss weiterhin angemerkt werden: Die Nachkriegsgenerationen der Deutschen können nicht verantwortlich gemacht werden für Dinge, die sich im Leben ihrer Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern ereigneten. Begangene Fehler können nicht vererbt werden. Wie kann man jemand für etwas anklagen, das passierte, als er noch gar nicht auf der Welt war, als er noch nicht einmal gezeugt wurde. So etwas geht nicht und so etwas praktiziert neben der erst 1949 gegründeten BRD kein anderer Staat, der im 2. Weltkrieg und danach oder in anderen Kriegen durch Angehörige seiner Streitmacht oder Bevollmächtigten Verbrechen an Zivilisten, Alten, Kindern, Gefangenen oder Hilflosen begangen hat.

Die geschehenen Ungerechtigkeiten eines Krieges sind unbestritten. In dieser Dokumentation haben Aufnahmen und Bildunterschriften nichts mit Verherrlichung von Handlungen zu tun. Ausnahmslos alle Beschreibungen sind eine Zusammenfassung aus den Formulierungen ehemaliger Stalingradkämpfer, welche noch psychisch in der Lage waren, ihre Erfahrungen zu Papier zu bringen oder mündlich zu äußern. Die Natur bringt es mit sich, dass in absehbarer Zeit keiner der Zeitzeugen mehr verfügbar sein wird. Desto wertvoller sind die Erklärungen derer, die noch am Leben sind. Die Dokumentation "Stalingrad - Bilder einer erbitterten Schlacht" erfüllt nicht den Anspruch der Vollständigkeit. Das soll sie auch nicht und das kann sie auch nicht werden. Viele Details sind unbekannt und über die Jahrzehnte verschollen gegangen. So kann diese Dokumentation trotz ihres riesigen Umfangs auch nur als Ergänzung zu aller bisher bekannten, unverfälschten Historie verstanden werden.

Ihnen, den bereits Verstorbenen und denen, die es damals nicht geschafft haben, gebühren hohe Anerkennung für ihre erbrachten Leistungen, ihre Opferbereitschaft und ihren Entbehrungen. So, wie für jeden einzelnen der ehemaligen Gegner auch.

Diese Dokumentation soll erinnern und mahnen. Sie soll den Menschen begreiflich machen, sich zu wehren, sich zu erwehren des Unrechts an Menschenwürde und Gerechtigkeit. Kein Staatsoberhaupt, keine Regierung und keine Parteiführung auf dieser Welt ist dazu legitimiert das zu tun, was nicht von der Mehrheit eines Volkes begehrt wird und gehört bei Missachtung vom Thron gestoßen.

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Ein Großteil des hier veröffentlichten Materials ist mir freundlicherweise von Angehörigen, Zeitzeugen und Interessierten zur Verfügung gestellt worden. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank. Ich bitte dringend um Informationen von Zeitzeugen oder Hinterbliebenen über das Kriegsgefangenenlager und Spezialhospital von Beketowka im Südteil Stalingrads. Für die Erweiterung dieser Präsentation suche ich gern leihweise weitere Fotos, Zeitzeugenberichte oder geeignetes Material.

Sollten Sie auf diesen Seiten Unstimmigkeiten vorfinden, welche den oben genannten deutschen gesetzlichen Bestimmungen nicht entsprechen bzw. zur Vermittlung für Forschung und Lehre nicht geeignet sind, dann bitte benachrichtigen Sie mich umgehend. Betreffendes wird alsdann nach Prüfung entfernt oder abgeändert. Bitte informieren Sie mich auch, falls Sie fehlerhafte Angaben gefunden haben. Alle Daten und Bezeichnungen in dieser Dokumentation sind vorbehaltlich versehentlicher Fehlbeschreibungen ohne Gewähr, so dass deshalb Rechtsansprüche nicht gestellt werden können.

Für Materialien, die sich im eigenen Fundus befinden bin ich nach bestem Wissen und Gewissen bemüht die Rechte Dritter, soweit legitime Rechte nach dem UrhG an diesen bestehen, zu wahren. Grundsätzlich jedoch liegen die Rechte beim Urheber. Nach mindestens mehr als sieben Jahrzehnten ist es insbesondere durch die wechselvolle Geschichte Deutschlands selten möglich, den eindeutigen Urheber oder legitimen Verwerter für ein Werk ausfindig zu machen bzw. den Urheber um eine Überlassung von Verwendungsrechten zu bitten. Dies betrifft insbesondere Materialien aus der Zeit zwischen 1933 und 1945, weil auf Befehl der alliierten Militärbehörden mit dem Sieg über das 3. Reich alle nationalsozialistischen Strukturen aufgelöst, verboten oder enteignet und deren Bestände als Beutegut beschlagnahmt wurden.

Eine nachweislich legitime Rechteübertragung gemäß UrhG von Werken der Urheber und damaligen Rechteinhabern aus der Zeit des deutschen Kaiserreiches, der Weimarer Republik und des 3. Reiches an staatliche Archive, Privatunternehmen oder Gesellschaften der erst im Jahr 1949 jeweils neu gegründeten beiden deutschen Staaten BRD und DDR ist nach eingehender Recherche nicht bekannt und konnte auf Anfrage von diesen nicht belegt werden.

Falls Sie trotzdem vermuten, dass von dieser Internetpräsenz aus eines Ihrer Schutzrechte verletzt wird, teilen Sie mir dies bitte sofort mit, damit umgehend Abhilfe geschaffen werden kann. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass die kostenpflichtige Einschaltung eines Rechtsbeistandes nicht meinem wirklichen oder mutmaßlichen Willen entspricht.

 

 

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